NASA/SVS
Basiswissen

Welcher Vollmond ist das?

Der Vollmond sorgt immer wieder für wundervolle Momente.
(Bildmaterial: NASA/SVS)

Kurz vor dem nächsten Vollmondtermin findet man sie wieder in allen Medien: Begriffe wie Blutmond, Erdbeermond, Blauer Mond oder Supermond stehen in Zeitungen und Onlineartikeln. Was verbirgt sich hinter all diesen malerischen Bezeichnungen? Hier beleuchten wir die häufigsten „Monderscheinungen“ und erklären, was sich wirklich dahinter versteckt.

Von blauen, blutigen und blühenden Monden

Bei totalen Mondfinsternissen geht es in den Medien gerne blutig zu: Taucht der Mond komplett in den Kernschatten der Erde ein, erscheint er uns in einem Rotton irgendwo zwischen Kupfer und Rost. Grund dafür sind Streuungseffekte:

Das Sonnenlicht muss dann erst mal durch die Erdatmosphäre. Trifft es dort auf die Luftmoleküle, werden die blauen Anteile deutlich stärker herausgestreut als die roten – und somit nahezu entfernt. Effektiv trifft den Mond also gefiltertes, dunkelrotes Licht.

Somit geht es hier rein um den Rotton des Mondes. Natürlich könnte man auch Kupfermond dazu sagen – aber Blutmond klingt doch einfach spannender, oder?

Hier geht es in den allermeisten Fällen nicht um die Farbe des Mondes, sondern um ein reines Kalenderphänomen: Nach heute üblicher Definition ist ein Blauer Mond ein zweiter Vollmond im selben Monat. Weil es von Vollmond zu Vollmond immer 29,5 Tage sind, kann ein Blue Moon daher theoretisch in allen Monaten außer Februar auftreten.

In extrem seltenen Fällen kann es allerdings vorkommen, dass der Mond tatsächlich bläulich erscheint. Dabei handelt es sich dann um einen atmosphärischen Effekt, bei dem Störpartikel das Mondlicht bläulich trüben – etwa bei Vulkanausbrüchen oder riesigen Bränden.

Der Supermond scheint ein ganz besonders großer Mond zu sein. Sein Gegenstück, den Mikromond, findet man im deutschsprachigen Raum fast nie, im englischsprachigen ist er einigermaßen geläufig. Das Prinzip ist schnell erklärt: Je näher uns der Mond kommt, desto größer erscheint er auch am Himmel. Und entsprechend kleiner wirkt er, wenn er sich von uns entfernt hat. Tatsächlich gibt es bei jedem Mondumlauf einen erdnächsten und einen erdfernsten Punkt. Steht nun der Vollmond zufällig gerade im erdnächsten Bahnpunkt, fällt schnell das Wort Supermond.

Der Unterschied ist durchaus wahrnehmbar, gerade wenn man den Mond gut kennt. Man sollte allerdings nicht zu viel erwarten: Ein Supermond erscheint gerade mal sieben Prozent größer als der Durchschnittsmond.

Übrigens: Dieses Phänomen hat nichts zu tun mit der Mondtäuschung – dann steht der Mond besonders tief und kommt uns deutlich größer vor. Dabei handelt es sich aber um einen rein psychologischen Effekt.

Weinmond, Heumond, Erdbeermond, Blütemond, Wolfsmond … Je nach Jahreszeit gibt es eine lange Liste von Vollmondbezeichnungen, bei denen auf biologisches oder landwirtschaftliches Vokabular zurückgegriffen wird.

In früheren Zeiten erschien der nächtliche Mondanblick den Menschen noch wesentlich stärker als Impulsgeber – und zugleich als natürlicher Kalender: Nicht umsonst haben die Wörter Mond und Monat denselben Ursprung. So verwundert es auch nicht, dass Vollmonde als gut sichtbare Orientierungsmarken im Jahreslauf wahrgenommen wurden. Diese fielen dann zusammen mit anderen Naturereignissen: Der Heumond markiert die Heuernte, ein Vollmond im nebelreichen November kann Nebelmond heißen und der Erdbeermond im Juni korrespondiert mit der Reife der ersten Erdbeerfrüchte.

Ursprünglich dürften solche Mondbegriffe in den meisten Kulturen verbreitet gewesen sein. Besonders populär sind allerdings die Vollmondbezeichnungen, die in Nordamerika seit über hundert Jahren von landwirtschaftlichen Jahrbüchern gebraucht werden und immer mehr durch Übersetzungen auch in den deutschsprachigen Raum gelangen. Teilweise wurden diese Mondnamen aus Europa mitgebracht, in vielen Fällen stammen sie aber von den indigenen Völkern. Der Störmond etwa soll auf die Störe verweisen, die im Spätsommer in den Great Lakes gefangen wurden. Solche Bezeichnungen waren aber immer von Ort zu Ort verschieden: Genau wie in Mitteleuropa waren auch in Nordamerika je nach Region unterschiedliche Monatsbezeichnungen im Gebrauch.

Der große Bildatlas zum Mond

Topaktuell, bildgewaltig, mit WOW-Effekt: Der Mond-Atlas mit atemberaubenden Aufnahmen und 3D-Bildern als Extra.

Zum Buch

Gratis Versand innerhalb Deutschlands ab einem Bestellwert von 24 €*
*innerhalb Deutschlands. Nach Österreich versenden wir ab 100€ Bestellwert kostenlos. In die Schweiz kostet der Versand 14€.

SearchSearch MaterialShare NodesHeartHeart filledWishlist HeartPerson MaterialPeople GroupUser Account Chess PawnCartClockPersonChildCart MaterialCart-ShoppingArrow LeftArrow LeftArrow UpTwitterFacebookYoutubeInstagramLinkedInXingArrow RightCircle chevron rightArrow LeftNext Arrow RightPrev Arrow LeftArrow Right ThinIcon HomeIcon HomeMenuHamburger MaterialArrowCaret DownCloseClose MaterialResetVISAmatercardpaypalDHLHermesCheckCheck-additionalStarHalf StarAdd to Shopping Cartchevron-leftchevron-rightSpinnerHeartHeart MaterialSyncGiftchevron-upKlarnaGridListFiltersFilters-boldFilters-boldFileImagePdfWordTextOpen BookOpen BookTabletExcelPowerpointArchiveCsvAudioVideoCalendarMinusVisibleVisible